Ehrenhausen. Potenziale einer Ortsumfahrung
Der Streckenausbau der Südbahn südlich von Graz bis nach Slowenien bietet die Chance, sinnvolle und für die Region förderliche Begleitmaßnahmen umzusetzen. Ein Hotspot dabei ist Ehrenhausen, weil dort neben der sanierungsbedürftigen Murbrücke vor allem die Ortsdurchfahrt als Tor zur südsteierischen Weinstraße und die Menschen in Ehrenhausen erheblich vom Durchgangsverkehr belastet sind. Die Verkehrsuntersuchung diente zur Aufarbeitung aller relevanten Fragestellungen rund um den Südbahnausbau und einer potenziellen Ortsumfahrung von Ehrenhausen.
Verkehrsuntersuchung Ehrenhausen
Die Südbahn zwischen Werndorf und Slowenien wird zweigleisig ausgebaut, wobei durchgehend niveaufreie Eisenbahnkreuzungen – kreuzungsfrei mit dem Straßenverkehr – und viele weitere Begleitmaßnahmen (zB neue Park&Ride-Anlagen) umgesetzt werden. In Ehrenhausen ist davon die bestehende Eisenbahnkreuzung und die in die Jahre gekommene Murbrücke der B69 betroffen. Mit der Verkehrsuntersuchung Ehrenhausen sollten verschiedene Varianten für die neue Murbrücke und eine mögliche Ortsumfahrung von Ehrenhausen geprüft werden. Die bestehende Ortsdurchfahrt von Ehrenhausen weist mehrere unübersichtliche Engstellen auf und seitens der Gemeinde besteht schon länger der Wunsch, eine bessere und für die Wohnbevölkerung verträglichere Lösung zu finden. Die Verkehrsuntersuchung umfasste umfangreiche verkehrliche Erhebungen der Bestandssituation, den Aufbau und die Kalibrierung eines multimodalen Verkehrsmodells, die Erarbeitung von Prognosen für verschiedene technische Lösungsvarianten und eine umfassende Wirkungsanalyse zum Vergleich und zur Bewertung der verschiedenen Varianten. Die Arbeiten wurden von einem Fachbeirat begleitet, wo sowohl das Land Steiermark als auch die ÖBB mit mehreren Fachabteilungen vertreten waren.





