A9 im Süden von Graz: Staust du auch schon?
Ein kontroversielles Ausbauvorhaben: Die Fahrstreifenerweiterung auf der A9 Pyhrn Autobahn im Grazer Süden. Für die einen dringend notwendig, für die anderen der völlig falsche Ansatz. Daher wurden vom Land Steiermark die Trafility in Kooperation mit der TU Graz beauftragt, mögliche Alternativen zur Fahrstreifenerweiterung zwischen dem Knoten Graz-West und der Anschlussstelle Wildon mit einer umfassenden multimodalen Verkehrsuntersuchung zu prüfen. Siehe dazu: Artikel vom 21. Oktober 2024 in der Kleinen Zeitung
Alternativenprüfung zur Fahrstreifenerweiterung A9 Graz Süd
Die zentrale Frage für die vertiefte Verkehrsuntersuchung war, ob es alternative Maßnahmen zu einem Ausbau der A9 Pyhrn Autobahn im Abschnitt Knoten Graz-West bis Anschlussstelle Wildon gibt und welche Maßnahmen das sind. Dazu wurde ein umfangreiches multimodales Verkehrsnachfragemodell aufgebaut, für den Bestandsfall 2022 kalibriert und geprüft und dann Prognoserechnungen unter der Berücksichtigung der heute absehbaren Entwicklungen bis zum Jahr 2040 mit einer Vielzahl an Maßnahmen erarbeitet. Die Ergebnisse der Modellrechnungen zeigen jedoch, dass selbst unter der Annahme von sehr ambitionierten Ausbaumaßnahmen im ÖV bei gleichzeitig deutlichen Einschränkungen des Kfz-Verkehrs, die A9 im Jahr 2040 im Beurteilungsabschnitt ohne Ausbau überlastet sein wird und die Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs nicht gewährleistet werden kann. Maßgebende Gründe dafür sind der zu erwartende Zuwachs im Lkw-Verkehr, der den Annahmen zur zukünftigen Bebauung der vielen vorhandenen Potenzialflächen für Industrie und Gewerbe im Süden von Graz geschuldet ist. Die ambitionierten, bereits im Zielfahrplan 2040 vorgesehenen ÖV-Maßnahmen, werden den Modal-Split zugunsten des ÖV positiv beeinflussen; sie werden aber wegen des erwartbaren Lkw-Zuwachses nicht ausreichen, sowohl vom Landesstraßen- als auch Autobahnnetz genügend Pkw-Fahrten abzuziehen, so dass auf einer zweistreifigen A9 die Leistungsfähigkeit bei gleichzeitiger Entlastung der Ortsdurchfahrten im Landesstraßennetz gewährleistet ist. Der Kurzbericht zur Studie ist abrufbar unter:https://www.verkehr.steiermark.at/cms/dokumente/12925160_36259015/63978329/A9-Alternativenpr%C3%BCfung_Kurzbericht_10.2023.pdf





